Gottesdienst zu Hause - von den Kirchengemeinden der Göttinger Innenstadt

Ich will euch trösten … – ein Gottesdienst zu Hause und mit allen – durch den Geist verbunden, Sonntag Lätare, 22.3.2020

Fri, 20 Mar 2020 17:50:35 +0000 von Hendrik Munsonius

Kerze anzünden
 
Stille
 
Gebet

Barmherziger Gott,
 ich bin hier (wir sind hier) allein
 und doch durch deinen Geist alle miteinander verbunden
 Und so feiere ich, so feiern wir in deinem Namen Gottesdienst
 Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
 Amen.

Psalm 84, 2-9
Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen –
deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.
Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.
Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!
Wenn sie durchs dürre Tal ziehen,
wird es ihnen zum Quellgrund,
und Frühregen hüllt es in Segen.
Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.
HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet;
vernimm es, Gott Jakobs!

Stille
 
 Wer mag, liest oder hört jetzt die angehängte Predigt:
Lesepredigt
Podcast
 
Fürbitten-Gebet

Lass dir erzählen, Gott, wie es uns geht.
 In diesen Tagen.
 Wo alles so anders ist.
 So durcheinander.
 Wo die Sonne lacht
 und wir die Freude vergessen.
 Wo die Natur neues Leben hervorbringt
 und wir in Ängsten sind.

Tröste uns, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
 Den Alten in den Pflegeheimen,
 die wir nicht mehr besuchen dürfen wie sonst.
 Und den Kranken,
 die meist ohne ihre Lieben
 in den Krankenhäusern sind.
 Allen Menschen, die in ihren Wohnungen bleiben müssen
 und die Einsamkeit fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
 Den Kindern, die die Sorge der Erwachsenen spüren.
 Den Jugendlichen, für die Ruhe halten so schwer ist.
 Den Eltern, die jetzt so viele Lösungen finden müssen.
 Allen Menschen, die um ihre Existenz fürchten.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Lass dir erzählen, Gott, wie es deinen Menschen geht.
 Den Menschen, die sowieso schon am Ende ihrer Kräfte sind.
 In den Flüchtlingslagern in Griechenland und anderswo.
 In den griechisch-türkischen Grenzgebieten.
 Und lass dir erzählen von den vielen Menschen,
 dort und hier,
 die helfen und nicht müde werden.

Tröste sie, wie eine Mutter tröstet.

Gott, schütte sanft deinen Trost über uns aus.
 Der uns umhüllt.
 Und Segen dazu.
 Der uns immun macht
 gegen die Panik.
 Sage zu unserem ängstlichen Herzen:
 „Beruhige dich.“
 Sprich zu unserer verzagten Seele:
 „Ja, die Gefahr ist da. Aber ich bin bei dir.“
 
 Und noch dazu und allem zum Trotz:
 Gib uns die Freude wieder.
 An der Sonne.
 An der aufbrechenden Natur.
 An den Menschen, die wir lieben.
 An dir, du Gott des Lebens.
 Damit wir mutig durch diese Zeit gehen.

Am besten laut sprechen:
 
Vaterunser
 
Vater unser im Himmel
 Geheiligt werde dein Name.
 Dein Reich komme.
 Dein Wille geschehe,
 wie im Himmel, so auf Erden.
 Unser tägliches Brot gib uns heute.
 Und vergib uns unsere Schuld,
 wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
 Und führe uns nicht in Versuchung,
 sondern erlöse uns von dem Bösen.
 Denn dein ist das Reich
 und die Kraft und die Herrlichkeit
 in Ewigkeit.
 Amen.
 
 Segen
 
Gott segne uns und behüte uns
 Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns
 und sei uns gnädig
 Gott erhebe sein Angesicht auf uns
 und schenke uns Frieden
 Amen.
 
 Stille
  
 Kerze auspusten
  
 
Gerhard Schridde, Pastor an St. Johannis und im Citykirchenpfarramt 
 (Ablauf und Fürbittengebet nach einer Meditation von Doris Joachim, EKHN Zentrum Verkündigung)